Im freien Turnier können sich Ritter in verschiedenen Disziplinen miteinander messen. Anders als in den „Show-Turnieren“ gibt es keine Absprachen oder feste Abläufe. Hier müssen sich die Kämpfer ganz allein auf ihre Fähigkeiten verlassen.

Die Teilnehmer des Turniers müssen unterschiedliche Exerzitien absolvieren. Dabei sind bewusst ganz verschiedene Fähigkeiten der Streiter gefordert. Für die Ergebnisse der einzelnen Exerzitien werden Punkte – die sogenannten Okuli – verteilt. Wer am Ende des freien Turniere die meisten Punkte gesammelt hat geht als Gesamtsieger aus den Turnieren hervor.

Selbstverständlich steht über allem der „ritterliche Gedanke“ von Ruhm und Ehre. So werden auch die freien Turniere von Herolden überwacht, die auf einen ehrenvollen und gerechten Verlauf des Turniers achten.

Freienfels ist eines der wenigen Mittelalterveranstaltungen, auf denen noch freie Turniere gefochten werden. Die Tradition und der ritterliche Gedanke eines freien und fairen Wettstreites lassen uns an diesem Programmpunkt festhalten.